Die Faber-Castell Künstlertage in Stein

Künstlertage bei Faber-Castell

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Sicherlich kennt ihr alle Momente und Situationen, von denen man sich wünscht, dass sie irgendwann in Erfüllung gehen. Einer dieser Momente für mich war vor einem Jahr die Veröffentlichung eines meiner Handletterings im Flow-Magazin. Ein weiterer dieser für unerfüllbar gehaltenen Wünsche war die Einladung zu den Künstlertagen von Faber-Castell in Stein.

Und dann ist es doch passiert. Im August, ich saß gerade auf dem alljährlichen Familienfest, erreichte mich die Nachricht, dass ich zu dem Künstlertag in Stein eingeladen sei, ob ich denn Lust hätte zu kommen. Mein freudiges Gequietsche muss man bis Nürnberg gehört haben.

Besonders gefreut hatte ich mich auf die Besichtigung der Fabrik, in der Bleistifte hergestellt werden. Nach dem Mittagessen sollte ein Handletteringworkshop mit der philipinischen Künstlerin Abbey Sy stattfinden, bevor die Heimfahrt angetreten wurde.

Wie es so ist im Leben, man denkt, dass das Ereignis ja noch ein Welchen dauert und dann – puff – ist der Moment gekommen. Alle Blogger trafen sich morgens am Haupteingang von Faber-Castell in Stein. Wundervolle Künstlerinnen aus den Bereichen Handlettering, Illustration und Bullet Journal kamen hier zusammen und ich hatte das Vergnügen einige neue wundervolle Bekanntschaften zu machen.

 

 

Besichtigung des Geländes und der Bleistiftproduktion

Wir hatten das Vergnügen von Herrn Dr. Bloß durch das Gelände geführt zu werden. Er wusste nicht nur viel von der Herstellung der Bleistifte , sondern auch noch mit einem unfassbaren historischen Wissen beeindrucken konnte (besonders mich, immerhin habe ich ja mal Geschichte studiert, übrigens auch mit Abschluss). Mit seiner Art zu erzählen riss er alle Zuhörer in seinen Bann. Mir ging es so, dass ich mich in meinem Kopf auf eine Zeitreise begab. Was mich in den Erzählungen sehr beeindruckt hat war, dass die Firma bereits im (wenn ich mich recht erinnere) 19. Jahrhundert erkannte, dass glückliche Arbeiter gute Arbeit machen. So wurden Kindergärten und  Schulen für die Kinder der Arbeiter gebaut. Eine private Rentenvorsorge wurde entwickelt und im Auftrag eine Bank gegründet, um den Arbeitern faire Bedingungen bieten zu können.

auf dem Firmengelände
Dieser Schornstein ist nicht mehr in Gebrauch.
Das Gebäude der Akademie.

 

Außerordentlich schön ist, dass Faber-Castell sich auch heute nicht nur als finanziell erfolgreiches und stetig wachsendes Unternehmen positioniert, sondern auch Wert auf Nachhaltigkeit legt. Die Tatsache, dass dieses weltweit agierende Unternehmen Verantwortung für die Menschen und die Welt, auf der wir leben, übernimmt, hat mich zutiefst beeindruckt. In Zeiten, in denen Geld oftmals wichtiger ist, ist das ein schöner Zug. Mehr Informationen zum Aspekt Nachhaltigkeit bei Faber-Castell findet man hier.

An allen Häusern, die zu Faber-Castell gehören fällt auf, dass sie bunte Fenster haben und die Fenster jeweils ein Hinweis darauf sind, welcher Teilbereich sich hinter den Fenstern versteckt; beispielsweise befindet sich hinter den grünen Fenstern die dekorative Kosmetik.

Man sieht, wir wurden schon vor Beginn der Führung durch die Bleistiftherstellung umfassend informiert. Die Führung durch die Produktion war wie eine Live-Sendung-mit-der-Maus. Ausgestattet mit Kopfhörern konnte man den Ausführungen von Herrn Bloß gut zuhören und sich gleichzeitig umschauen. Auch wenn wir Fotos machen durften (ausnahmsweise!), habe ich hier nochmal einen Film zur Herstellung gefunden:

 

 

Da sich die Bleistiftherstellung in den letzen Jahren im Prinzip nicht verändert hat, habe ich hier mal ein Video dazu herausgesucht. Verrückt, dass ich genau da gestanden habe.

In der Fertigung erklärt dieses Schild die Entstehung eines Bleistifts.
Von Faber-Castell selbstgemachte Bleistift-Minen.
Nackte Faber-Castell Bleistifte. Könnten schon genutzt werden, sehen aber noch nicht schön aus.
Bleistift über Bleistift
Trockenraum.

Der Workshop

Nach der Führung durften wir in der firmeneigenen Kantine essen und hatten einen kurzen Moment Pause bevor es dann mit dem Workshop von @abbeysy weiterging. Dieser fand in der Akademie von Faber-Castell statt. In diesen heiligen Hallen, die wir auch mit einem gewissen Grad an Ehrfurcht betraten, waren die Arbeitstische mit unsagbar vielen Goodies bestückt.

Jede Teilnehmerin hatte ein handgelettertes Namensschild von Abbey.

Zunächst begleitete Abbey uns zurück zu den Anfängen des Handletterings. Nach der Aufwärmung der Muskulatur führte Abbey uns durch den Prozess selbst eine Schrift zu entwickeln. Sie erklärte uns, wie man von einem Skelett-Buchstaben durch das Hinzufügen, Weglassen oder Verändern seinen eigenen Buchstaben bzw sein eigenes Alphabet entwickeln könne. Dabei sind tolle Ergebnisse entstanden. Nach einer kleinen Kaffeepause hatten wir noch ein wenig Zeit uns mit den neuen wasservermalbaren Stiften von Faber-Castell zu beschäftigen. Leider bin ich nicht rechtzeitig fertig geworden.

Die neuen wasservermalbaren Marker mit einer Brush- und einer Filzspitze können einiges. Erhältlich sind sie ab Januar.

 

Danke!

Ich möchte mich nochmal hier dafür bedanken, dass ich dabei sein durfte. Es war eine prima Organisation, mit sehr aufmerksamen Gastgeberinnen. Leckerem Essen. Tollen Gesprächen, interessanten Menschen, vielen Geschenken und…

…Macarons.

Es war mir eine Ehre.

2 Gedanken zu „Die Faber-Castell Künstlertage in Stein

  1. Das war einfach ein wunderbarer Tag, der viel zu schnell vorbei ging! Genau so wie du es beschreibst, ist es mir auch ergangen. Die Führung war so spannend und mir sind so viele Details im Gedächtnis geblieben. Dich kennenzulernen war natürlich ein zusätzliches Highlight 😉
    Ganz liebe Grüße, Kirsten

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