Blending

Als ich begonnen habe nach und nach die verschiedenen Stifte vorzustellen, ist es immer wieder um das Thema „Blending“ gegangen. Hier stelle ich Euch verschiedene Techniken zum Blenden vor.

Blending kommt aus dem Englischen und bedeutet „vermischen“, d.h. es werden zwei unterschiedliche Farben miteinander während des Schreibprozesses vermischt, so dass am Ende ein Verlauf von der einen zur anderen Farbe entsteht.

 

 

Technik 1: Stupsen

Wer sich jetzt gerade über den Namen gewundert hat – zurecht, denn offiziell hat das meines Wissens nach keinen Namen.

Man braucht:

  • Wasserbasierte Stifte (zum Beispiel: Pentel Sign Touch, Bic Visaquarelle, Tombow Dualbrush, Artline Stix)
  • Flüssige Aquarellfarbe (zum Beispiel Ecoline oder Pebeo Colorex)
  • Papier, das zu den Stiften passt
  • eine Mischpalette oder die goldene Verpackung von Toffifee
  • Pipette

 

 

Schritt 1:

Bevor es richtig los gehen kann, füllt man sich mit der Pipette ein wenig flüssige Farbe in die Mischpalette. Ziel dabei ist, dass die Farbe in den Töpfchen nicht durch das Stupsen verunreinigt wird.

 

 

 

Schritt 2:

Jetzt stupst man den Stift in die Farbe und beginnt zu schreiben. Je nach Größe der Spitze dauert es unterschiedlich lange, bis die Farbe herausgeschrieben ist.

 

 

 

Das ergibt je nach Farbkombination grandiose Verläufe. Es macht wirklich Spaß auszuprobieren, allerdings können Grundkenntnisse der Farbenlehre nicht schaden. 🙂

 

 

 

Übrigens braucht man keine Angst zu haben, dass die Stifte verunreinigt bleiben. Durch ein wenig Kritzelei wird restliche Farbe aus der Pinselspitze entfernt.

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Technik 2: Wischen

 

Für diese Technik braucht man weniger Materialien, allerdings hält der Blendingeffekt nicht so lange, weil die Farbe oberflächlicher auf der Pinselspitze aufgetragen ist.

Man braucht:

  • wasserbasierte Pinselstifte in zwei Farben
  • Folie
  • Papier, das zu den Siften passt

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Schritt 1:

Mit der dunkleren Farbe wird auf die Folie gemalt.

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Schritt 2:

Jetzt wird geschrieben. Auch hier schreibt sich die Farbe heraus, allerdings, wie bereits erwähnt ein wenig schneller. Das führt dazu, dass nochmal ganz andere Blendingeffekte entstehen, weil man im Schreiben öfter Farbe nachholt (wie zum Beispiel bei dem unteren „hallöchen“.

 

 

 

Beide Techniken bieten großartige Möglichkeiten, um Letterings zu gestalten.