Floraler Rand

Blümchen sind – abhängig vom Inhalt des Letterings- eine schöne Möglichkeit, dem Geschriebenen einen besonderen Touch zu verleihen. Für diese Form des floralen Rand braucht Ihr:

  • Kreppband (Ich hatte hier spezielles Kreppband für Malerarbeiten im Innenraum)
  • Bleistift und Radiergummi
  • einen (wasserfesten) Liner, hier 0,3mm
  • (Aquarell-)Papier

ergänzend dazu

  • Aquarellfarben
  • Pinsel

 

Schritt 1:

Auf einer Schneidmatte habe ich mehrere Streifen des Kreppbands übereinander geklebt und dann mit einem Cuttermesser einen geraden Rand geschnitten. Wer hat kann, zum wirklich genauen Schneiden ein Linial, am Besten ein Metalllineal anlegen.

 

Schritt 2:

Das zugeschnittene Kreppband wird jetzt auf das Papier aufgeklebt. Obwohl es sich wirklich leicht ablösen lässt (und hierdurch unterscheidet es sich tatsächlich sehr von Washi-Tape) hält es so dicht, dass keine Farbe unter dem Klebeband durchläuft. Ein besonderes Augenmerk sollte man beim Übertragen auf die Ecken haben. Ich musste später noch einmal  Band drüber kleben und trotzdem hat das an einer Stelle nicht funktioniert, aber sehr gleich selbst.

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Schritt 3:

Mit dem Bleistift habe ich die Blumen vorgezeichnet. Ideen für Blumen finden sich tausendfach bei Pinterest. auch empfehlenswert ist aber das Buch „Bontanical Line Drawing“. Man braucht keine Angst zu haben, dass man die Erklärungen möglicherweise nicht verstehen könnte, denn die Schritt-für-Schritt Anleitungen zum Zeichnen sind rein visuell gehalten. Ein echter Kauftipp für Blumenfreunde. Ich nutze gerade einmal die Gelegenheit noch einmal zu betonen, dass ich für die Hinweise zu Material oder Büchern keine Provision oder ähnliches erhalte. Das sind in der Regel echte Tipps. Falls irgendwann einmal eine Werbung kommt, werde ich sie als Werbung zu erkennen geben. Versprochen!

Bei dem Vorzeichnen ist es oftmals schöner, wenn die Blumen sich überlagern und unterschiedliche Höhen haben. An dieser Stelle zeigt sich das erste Mal der Vorteil des Kreppbands. Man kann schon hier einfach weiterzeichnen. So passt alle gut zueinander.

 

Schritt 4:

Mit dem Fineliner werden jetzt die später sichtbaren Linien nachgezogen. Ich entscheide erst jetzt welche Blume über der anderen Blume liegt. Die vielen Linien können jedoch verwirrend sein, deshalb kann man als ersten Schritt auch die Bleistiftstriche, die am Ende nicht sichtbar sein sollen, wegradieren. Wichtig ist nur, dass eine Blume, die sich im Verhältnis zu einer anderen Blume im Vordergrund befindet, auch im Vordergrund bleibt. Die Bleistiftlinien werden wegradiert.

 

 

Schritt 5:

Nun scheiden sich die Wege:

Für Freunde des schwarz-weißen, die in ihrer Vorbereitung auf Aquarellpapier verzichten können, geht es jetzt darum die Blümchen noch ein bisschen auszuformen und Deteils einzufügen.

Ich arbeite gerade an meinen Aquarellkompetenzen. Deshalb habe ich die Gelegenheit genutzt und das geübt. Viele von Euch sind mit Sicherheit deutlich kompetenter in diesem Bereich. Ich freue mich daher über kontruktive Ideen und bitte um Nachsicht, dass ich in diesem Bereich noch meinen Weg finden muss.

auch hier zeigt sich der Vorteil des Kreppbands, man kann einfach malen und die Kanten bleiben (hoffentlich) gerade.

 

Schritt 6:

Warten bis alles trocken ist.

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Schritt 7:

 

Abschließend wird jetzt vorsichtig das Kreppband abgezogen. Dort, wo er ordentlich auflag, entsteht eine gerade Kante. Das entstandene Kästchen ist nun bereit belettert zu werden. Wer noch nicht weiß womit, ist herzlich eingeladen an der #ilettertoo Handlettering-Challenge mitzumachen.

 

 

Die kleinen Fehler lassen sich im Falle von der Nutzung der Aquarellfarbe noch verbessern. Einfach einen Pinsel mit klarem Wasser anfeuchten und die Farbe anlösen. anschließend entweder mit einem Stück Küchenrolle abtupfen oder verteilen.

 

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