Fudepens

Ausgehend vom japanischen Begriff „Fude“ müssten eigentlich alle Pinselstifte Fude genannt werden, denn Fude bedeutet eigentlich Pinsel. Viele der in dieser Kategorie vorgestellten Stifte enthalten aber den Wortteil „Fude“, so dass der Name durchaus angemessen ist.

Alle Stifte, die in die Kategorie „Fude“ passen, haben gemeinsam, dass sie ein recht „harte“ Pinselspitze aus Plastik haben. Hart bezieht sich in diesem Fall zunächst auf die Materialeigentschaften und noch nicht auf die Pinselbeschaffenheit, denn auch innerhalb der Fude gibt es unterschiedliche Härtegrade. Das bedeutet, dass die Stifte unterschiedlich auf den Druck der Hand reagieren.

 

 

 

Pentel Sign Touch

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Für mich die Stifte, die sich als Einsteiger absolut eignen und – wie ich vermute – in der Stiftebox eines jeden Handletterers vorhanden sind, sind die Pentel Sign Touch. Beim Kauf muss man darauf achten die Stifte mit einem leichten Glitzer zu kaufen. Es gibt von Pentel ähnliche Stifte, die eine feste Spitze haben. Einzig durch das Glitzern in der Hülle lassen sie sich voneinander unterscheiden.

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Die in dem Stift enthaltende Tinte ist wasserbasiert und daher kann man tolle Blendings mit anderen Farben hinbekommen. Dazu aber an anderer Stelle mehr…

Die Spitze der Stifte zeichnet sich vor allem durch ihre Robustheit aus.

Übrigens findet man sie zuweilen auch unter der Bezeichnung Pentel Sign Brush.

 

 

Tombow Fudenosuke

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Der Fudenosuke von Tombow wird in zwei unterschiedlichen Härtegraden verkauft. In der Praxis zeigt sich das dadurch, dass die Spitze des weichen Fudenosuke wesentlich leichter auf die Variation des Drucks reagiert als die des harten. Tombow empfiehlt den weichen Stift (das ist übrigend der grüne) daher eher für größere Schriften. Im Gegensatz zu den Pentel werden diese beiden Stifte nur in schwarz verkauft.

 

 

Im direkten Nib-Vergleich sieht man deutlich wie unterschiedlich die Spitzen auf Druck regieren.

Ich persönlich mag den weichen Fudenosuke lieber, weil der kalligrafische Effekt hier deutlicher ist und mir die Upstrokes besser gelingen.

 

 

 

Kuretake Bimoji

 

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Während die oberen beiden Stifte in der Letteringwelt einen festen Platz einnehmen, sind diese Stifte völlig zu Unrecht noch nicht so häufig vertreten.

Bimoji kommt aus dem Japanischen und steht für „schönes Schreiben“. Die Stifte dieser Serie sind – rein visuell gesehen – japanischen Kalligrafiepinseln nachempfunden. Es gibt sie nur mit schwarzer wasserfester und markerfester Tinte, die wasserbasiert – also geruchslos ist.

 

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Den Kuretake Bimoji gibt es in fünf unterschiedlichen Strichstärken, von denen vier in meine „Fudedefinition“ gehören, weil sie aus einer Fiberspitze bestehen. Ein Stifte der Serie hat eine echte Pinselspitze aus Polyester.

 

 

 

 

Das Schreibgefühl der Fiberspitzenstifte, die ich genutzt habe, liegt meines Erachtens nach zwischen dem weichen und dem harten Tombow.

Preislich liegen die Stifte mit ca. 5,50 Euro etwas höher als der Pentel und der Tombow, Für leidenschaftliche Stiftesammler, wie ich einer bin, ist das dennoch eine lohnende Investition. Ich mag das satte schwarz der Tinte. Durch den gummierten Griff liegen die Stifte gut in der Hand. Auch die Reaktion der Spitzen auf Druck gefällt mir außerordentlich gut.