Gelschreiber

Gelschreiber eignen sich hervorragend um dunkle Papiere zu belettern. Da sie über keine Pinselfunktion verfügen werden sie hauptsächlich für die falsche Kalligraphie – auch Fauxcalligraphy genannt –  genutzt.

 

Heute möchte ich drei Modelle miteinander vergleichen:

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Im Test sind:

Der Pilot Choose 07 Begreen, der Uni Ball Signo von Mitsubishi und der Pentel Hybrid:

 

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In Zeiten der Übermüllung unseres Planeten ist es erstmal ganz toll, dass der Pilot Choose 07 Begreen zu über 70% aus recyceltem Material besteht. Mit einer Strichbreite von 0,4 mm schreibt er recht zierlich und eignet sich daher auch für feinere, ganz kleine Arbeiten. Die Tinte ist wasserfest und lichtresistent. Es gibt ihn in unterschiedlichen Farben, ich besitze jedoch (derzeit) nur in weiß.

20170321_105830-01Oftmals hören Gelschreiber recht schnell auf zu schreiben und es ist nötig die Spitze zu reinigen, damit man ohne Lücken und Unterbrechungen weiter schreiben kann. Das ist mir bislang bei diesem Stift noch nicht passiert. Die Deckkraft des Stifts finde ich in Ordnung, allerdings ist die Fauxcalligraphy  ein wenig mühsam (oder ich bin zu ungeduldig), weil die Spitze sehr dünn ist.

 

 

 

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Ein Klassiker der Gelschreiber in Letteringkreisen ist wohl der Mitsubishi Uni Ball Signo Broad. Auch er ist lichtecht und wasserfest. Die Mine des Stifts kann ausgetauscht werden. Die Linienbreite beträgt 0,6 mm und eignet sich daher auch für größere Schriften.

20170321_105840-01Absolut hervorstechend ist die Intensität der Farbe. Sie ist sehr deckend und bildet einen wundervollen Kontrast zu dunkleren Papieren. In meiner Stiftesammlung befinden sich derzeit mehrere Stifte in unterschiedlichen Farben dieser Sorte. Leider muss ich feststellen, dass es hier absolute Montagsstifte gibt, die einfach nicht schreiben wollen. Das ist bei einem Preis von über 3 Euro pro Stück natürlich ärgerlich. Zudem ist es hier nötig die Spitze immer wieder zu reinigen, um ein flüssiges Schreibergebnis zu erzielen. Das scheint, wie sich aus Gesprächen ergeben hat, aber ein übliches Problem zu sein.

 

 

 

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Der von mir genutzte Pentel Hybrid Gel Grip ist nicht mehr das sktuelle Modell des Stifts, daher beziehen sich meine Aussagen auf eine ältere Version. Pentel wirbt vor allem damit, dass die Zusammensetzung der Tinte so ist, dass auch auf saugenden Papieren keine Ausfransungen entstehen. Die Strichstärke beträgt 0,4 mm. Es gibt ihn in vielen Farben

 

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Ich musste allerdings die Erfahrung machen, dass der Anteil der Montagsstifte von Pentel recht hoch ist. Ich besitze mehrere Stifte, die trotz voller Mine und liebevoller Behandlung einfach nicht schreiben. Die Anzahl der Nachwischer ist auch recht hoch. Die Deckkraft der Tinte entspricht nicht meinen Erwartungen an Tinte. Nun bleibt natürlich die Hoffnung, dass Pentel in seiner Neuauflage der Stifte diese Mängel beseitigen konnte, denn eigentlich bin ich mit der Qualität der Produkte von Pentel immer sehr zufrieden gewesen.

 

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Platz 1 meines kleinen Gelschreibercontests wird dem Uni Ball Signo belegt. einen guten  2. Platz belegt der Pilot.  Abgeschlagen auf Platz 3 landet der Pentel.

Alle Gelschreiber haben wohl ihre Macken, allerdings überzeugt mich – trotz der Montagsstifte – beim Uni Ball Signo besonders die Deckkraft mit dem schön satten kontrastreichen Weiß. Für feineres Arbeiten finde ich den Pilot ganz toll, weil er durchgängig zart schreibt. Bei Gelegenheit muss ich mir jedoch den neuen Pentel organisieren, vielleicht verändert sich dann ja das Ergebnis hier.