Visuelle Kompaktheit schaffen

Besonders gut wirken Letterings, wenn um das Wort bzw den Satz ein gewisses Maß an Kompaktheit herrscht. Mit Kompaktheit meine ich, dass sich aus dem Lettering so etwas wie eine Form vom Rest des Blattes abgrenzt. Ich finde den Effekt immer ganz schön und habe den Eindruck, dass diese Form der Dekoration auch sonst Anklang findet. Die hierfür genutzten Elemente, bedürfen keiner großen künstlerischen Kompetenz, sondern sind wirklich von jedermann leicht zu malen.

Scan

Ausgangspunkt ist dieses Brushlettering, geschrieben mit Aquarellfarbe und Pinsel.

 

Schritt 1:

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In rot ist hier die naheliegende Form dieses Letterings eingezeichnet. Naheliegend deshalb, weil ich mir beim bzw. vorm Schreiben keine Gedanken darüber gemacht habe, welche Form am Ende dargestellt sein soll. Dieser, wie auch der folgende Schritt sind beim „echten Gestalten“ natürlich nur Gedanken, die nicht in das Lettering eingezeichnet werden.

Man kann das natürlich auch anders herum angehen, indem man sich zunächst eine Form überlegt und dann die Buchstaben in diese Form einfügt.Beim Anfertigen einer bestimmten Form – wie bei dem Regenschirm, rate ich jedoch dazu mit Bleistift vorzuzeichnen.

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Schritt 2:

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In Schritt 2 findet man die „visuellen Löcher“ also die Stellen, die noch nicht gefüllt sind, um die in Schritt 1 gefundene Form herzustellen. Auch dieser Schritt passiert nur gedanklich.

Schritt 3:

Entscheide Dich nun für ein passendes Füllwerk.

 
Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Vom Totenkopf bis zum Schmetterling – erlaubt ist, was gefällt.

 

Hier kann man nochmal vergleichen, wie unterschiedlich die jeweiligen Füllelemente wirken.

 

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